Eine wahre Begebenheit:
Die Fachberatung des Trägers drängt darauf, die Kita möglichst schnell auf ein offenes Konzept umzustellen. Damit könnten Einschränkungen bei den Betreuungszeiten vermieden werden, weil alle Erzieher*innen für alle Kinder zuständig seien, Personalmangel weniger auffalle und weniger Leute zur Beaufsichtigung gebraucht würden.

Statement:
Ein offenes Konzept braucht nicht weniger Personal, nur weil der Alltag und die pädagogische Arbeit anders als in einem Gruppenkonzept organisiert sind. Auch dort müssen Aufsichtspflicht und Kindeswohl gewährleistet sein. Im offenen Konzept brauchen Kinder genauso Kontinuität, vertraute Bezugspersonen und adäquate Räumlichkeiten wie in einer anderen Organisationsform. Wer glaubt, offene Konzepte bieten Einsparungspotential beim Personal, sollte sich fachlich mit den verschiedenen Konzeptionsformen im Elementarbereich auseinandersetzen.
_________________________________________________________________
Mit den Knallergeschichten möchten wir zeigen, was im Kitasystem schief läuft. Hast du auch so eine Knallergeschichte? Dann schreib uns eine Mail an webmaster@kitafachkraefteverband-rlp.de. Wir veröffentlichen diese gerne anonym.
