Der KiTa-Fachkräfteverband im Gespräch: Ergänzungen vom Landesjugendamt

Der KiTa-Fachkräfteverband hat heute folgende Mail des Landesjugendamtes erhalten:

Sehr geehrte Frau Theobald,
vielen Dank für die Dokumentation des Gesprächsverlaufs aus Ihrer Sicht, die Sie übersandt haben. Ich habe sie mit großem Interesse gelesen. Auf Ihrer Homepage ist das Dokument ebenfalls zu finden.
Gern möchte ich auf das nachvollziehbare Informationsbedürfnis Ihrer Mitglieder eingehen. Aus diesem Grund hat das Landesamt einige Ergänzungen vorgenommen. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie das Dokument mit den Ergänzungen aus dem Landesamt in gleicher Weise veröffentlichen würden.

Mit freundlichen Grüßen
XXX

Daher veröffentlichen wir unser Protokoll, das mit vertiefenden Anmerkungen von Seiten des Landesamtes versehen worden ist, noch einmal. Es ist wichtig, die Argumente der Behörde zu kennen. Vielleicht bietet das Gesagte unseren Mitgliedern weiteren Anlass für Gespräche oder Mails an Landesjugendamt.

Der KiTa-Fachkräfteverband freut sich darauf, im nächsten Jahr den Gesprächsfaden wieder aufzunehmen. Dann werden wir konkret verschiedene Dinge aus dem Alltag unter dem neuen KiTa-Gesetz evaluieren können.

Das Dokument mit den Anmerkungen vom Landesjugendamt kann an dieser Stelle angesehen oder heruntergeladen werden:

2 Idee über “Der KiTa-Fachkräfteverband im Gespräch: Ergänzungen vom Landesjugendamt

  1. Claudia Theobald sagt:

    ” Die multifunktionale Nutzung der Räumlichkeiten ist eine bewährte Möglichkeit.” Hier springt mich das Wort bewährt an. Ich habe mich seit Jahren damit abgefunden, mehrmals am Tag Tische zu rücken und umzuräumen, je nachdem, welche Raumnutzung ansteht. Deshalb hat sich das aber nicht bewährt. Es ist und bleibt eine Art Notlösung, weil zuviele Kinder auf zu wenig Raum betreut und versorgt werden müssen. Ich würde sogar noch weitergehen und muss feststellen, dass es sich auch nicht bewährt hat, mit 2,5 Kräften 25 Kinder von 2-6 Jahren zu betreuen. Wir machen das seit Jahren, bewährt hat es sich nicht! Die KiTas, die sich für eine gut personalisierte Nestgruppe entscheiden, berichten, dass die pädagogische Arbeit mit den älteren Kindern leidet, weil dort dann das Personal noch knapper ist. Die Einrichtungen, die die Zweijährigen in den Gruppenalltag integrieren, berichten, dass es nicht möglich ist, den Bedürfnissen der verschiedenen Altersgruppen gerecht zu werden. Um zum Beispiel für Angebote die Altersgruppen zu differenzieren, ist oft nicht genug Personal da.

  2. Claudia Theobald sagt:

    Es findet sich öfter die Formulierung ” unserem Eindruck nach” in den Anmerkungen. Liebe Kollegen und Kolleginnen in der Praxis. Wir nehmen in der Praxis das Landesjugendamt viel zu stark als Kontrollbehörde da und versuchen bei Begehungen deshalb vieles in ein positives Licht zu rücken. Wir haben Angst vor Beanstandungen. Dann bekommt das Amt natürlich den Eindruck, das alles im grünen Bereich und von hochwertiger pädagogischer Arbeit geprägt sei. Werdet ehrlich und weist das Landesjugendamt auch immer auf die Dinge hin, die belastend sind und sich eben nicht bewähren. Wenn wir uns nur im Kollegenkreis unser Leid klagen, wird sich niemals etwas ändern. Warum auch? Nach außen und oben hin scheint doch alles gut zu funktionieren und hat sich so vieles bewährt!

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