Eltern schreiben an Frau Hubig!

Der Elternausschuss der Kita Nörtershausen hat Frau Hubig einen Brief geschrieben und den Fachkräfteverband gebeten, diesen auf unseren Seiten zu veröffentlichen.

Es ist wichtig, dass Eltern deutlich machen, wo die Stolpersteine des neuen Kita-Gesetzes liegen, und was nachgebessert werden muss, damit Kita-Betreuung verlässlich gewährleistet werden kann und Kinder in der Kita bedürfnisorientiert betreut werden.

Der Brief zeigt, dass viele Probleme nicht von den Fachkräften kompensiert werden können und letztendlich auf dem Rücken der Eltern und Kinder landen. Durch die unzureichende Personalisierung und starre Regelungen kommt es schnell zu Einschränkungen der Betreuungszeiten. Gute pädagogische Qualität ist mit einer Personalisierung weitab fachlicher Mindestanforderungen nur rudimentär leistbar.

Der Elternausschuss Nörtershausen nennt folgende Knackpunkte, die bestimmt nicht nur die Kita Nörtershausen betreffen:

  • Wenn in Randzeiten mindestens zwei Fachkräften mit Erzieher*innenausbildung anwesend sein müssen, kommen kleine ländliche Kitas schnell an Grenzen.  Kleine Teams, die beispielsweise Kinderpflegerinnen beschäftigen, müssen nicht selten ihre Öffnungszeiten einschränken.
  • Ein Personalschlüssel von 1:10 für die unmittelbare Betreuung von Zwei-Sechsjährigen ist unzureichend. Fachleute empfehlen für diese Altersgruppe einen Mindestpersonalschlüssel von 4,9 Kinder pro Erzieher*in.  Mit einer Fachkraft auf 10 Kinder von 2-6 Jahren ist die Grenze der Aufsichtspflicht sehr schnell erreicht. Personalausfälle können kaum mehr kompensiert werden. Es bleibt nichts anderes übrig als Betreuungszeiten einzuschränken.
  • In den vergangenen Jahren wurde die Kinderbetreuung quantitativ stark ausgebaut. Es wurden zwar mehr Fachkräfte ausgebildet, aber gemessen an den neuen Anforderungen viel zu wenige. Die Eltern machen sich zurecht Sorgen, dass die Kita-Betreuung auf Jahre hin nicht mehr verlässlich gewährleistet werden kann und die Kinder nicht die Bildung und Förderung erfahren, die notwendig wäre.

Eltern, Kinder und Fachkräfte sitzen in einem Boot. Kitas brauchen gute Rahmenbedingungen für eine verlässliche Kinderbetreuung, die Kindern gute frühkindliche Bildung und Entwicklungsmöglichkeiten bietet.

Wer den Brief nachlesen möchten, finden ihn hier als PDF:

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